S2 Profilteilnehmer am Flughafen

Umweltabteilung des Flughafens informiert über Gewässerschutz

09 Februar 2016

Mit viel Sicherheitsaufwand wurden Teilnehmer des Oberstufen Profils "Fertig zum Abheben" auf das Flugfeld vom Hamburger Airport gelassen. Im Rahmen des Chemieunterrichts war der Besuch mit Info-Referaten vorbereitet worden. Herr Hardegen und Herr Bradersen von der Umweltabteilung des Flughafens führten uns die vielfältigen Gewässerschutzmaßnahmen vor Augen.

Zunächst wurde die Versiegelung des Vorfelds mit der Erfassung von Oberflächenbelastungen wie Treibstoff- oder Enteisungsrückständen erläutert. Schon hier gibt es eine mechanische Vorklärung nach der Dichte und Wasserlöslichkeit.

Dann wurde die Gruppe im Bus zwischen den vorbeirollenden Flugzeugen zu der so genannten TOC Anlage gefahren. Dort entscheidet eine komplizierte Technik, ob die Oberflächenabwässer, gespeist aus dem Regen und Grundwasser, so schwach belastet sind, dass sie in die Tarpenbek geleitet werden dürfen, oder ob per Schieber das ganze zum Hamburger Klärwerk fließen muss. Das ist natürlich besonders an den Tagen der Fall, an denen die Flugzeuge enteist werden und Glykol Reste auf den Boden tropfen.

Weiter ging es zu einem Forschungsprojekt mit Vulkansteinfiltern, mit denen die Umweltabteilung des Flughafens versucht, die gesetzlichen Vorgaben zum Abwasser noch deutlich weiter zu unterschreiten.

Die letzte Station war ein Stop am Rückhaltebecken Nummer 3. Hier setzen sich belastende Stoffe mit niedriger Dichte oben ab und können abgeschöpft werden. Am Boden lagern schwerere Sedimente, die regelmäßig entsorgt werden. Überhaupt wirken diese zahlreichen Becken auf dem Flughafengelände wie ein Puffer bei starken Regenereignissen und damit für eine geordnete, kontrollierte Behandlung vor der Freigabe in den Vorfluter, also der Tarpenbek.

Eine fachliche Vorbereitung von Exkusionen lohnt sich. Das erkennen wir an der Rückmeldung des Flughafens an die Initiative ”Naturwissenschaft & technik NaT GmbH” mit der das Gymnasium Ohmoor kooperiert:

„der Schülerbesuch war in der Tat klasse: es ist immer wieder schön zu sehen, mit welchem Interesse und mit welcher Begeisterung die „nächste Generation Naturwissenschaftler“ den Flughafen mit all seinen Arbeitsabläufen sieht.“