Profilkurs Geographie dokumentiert den Klimarekord 2014

27 Februar 2015

Einen Wärmerekord hat die US Klimabehörde NOAA für das Jahr 2014 bestätigt. Seit Beginn der Aufzeichnungen wurde weltweit kein höheres Temperaturniveau gemessen. Dieses globale Maximum wurde vom Profilkurs Geographie im 1. Semester (Fr. Zahrte) nun mit der lokalen Entwicklung in Hamburg verglichen.

Die Schülerinnen und Schüler untersuchten zunächst die eigenen Aufzeichnungen der Schulwetterstation. Seit 2013 nehmen wir am Projekt ”Schüler werden Klimabeobachter” vom Hamburger Institut für Wetter und Klimabeobachtung teil. Mit Hilfe der Tabellenkalkulation Excel wurde aus tausenden von Einzelmessungen (stündlich) monatlichen Mittelwerte errechnet. Das besonders warme und trockene Jahr 2014 zeigt sich in dem hier abgebildeten Diagramm. Übers Jahr gemittelt errechneten die Schülerinnen und Schüler eine Temperatur von 11,2 Grad. Das ist ein ungewöhnlich hoher, weit über dem langjährigen Mittel von 9,0°C liegender Wert. Seit 25 Jahren existiert an unserer Schule eine Wetterstation. Der höchste Wert in dieser Zeit wurde im Jahr 2006 mit 10,7° bestimmt. 2014 lag hier noch 0,5 Grad darüber. Für Klimatologen sind das Welten.
Um einen kritischen Blick auf die Messungen Standort zu werfen, haben sich die Kursteilnehmer zusätzlich die Daten der offiziellen Klimastation am Flughafen Fuhlsbüttel und einer Nachbarschule geholt. Brauchbare, also durchgängige Messreihen wies dabei nur das Gymnasoim Buckhorn auf. Diese drei Messreihen wurden in dem Diagramm ”Temperaturvergleich 2014” zusammen gefasst. Die Übereistimmungen sind erstaunlich. Auch in Fuhlsbüttel und Volksdorf bestätigte sich der Temperaturrekord. Wer genau hinsieht, erkennt, dass unsere Station etwas höhere Spitzen im Sommer und nicht ganz so niedrige Werte im Winter gemessen hat. Die Schülerinnen und Schüler vermuten, dass die Nähe der Gebäude auf dem Schulgelände sich gegenüber dem freien Gelände auf dem Flugfeld bemerkbar macht.
Die genauen Auswertungen des Geo Kurses führen uns nochmal vor Augen, dass die globalen Trends zur Erwärmung sich auch bei uns vor Ort bestätigen lassen. Fast alle Experten sind sich einig, dass dieses ”Experiment” mit unserer Atmosphäre mehr negative, als positive Auswirkungen haben wird. Meerrespiegelanstieg, Wetterextreme wie Orkane und Wirbelstürme, Überschwemmungen oder Dürren sind die Stichworte dazu. Sie entziehen in vielen Regionen der Erde Lebensgrundlagen. Umweltflüchtlinge aus solchen Gebieten sind eine logische Folge. Unsere Klima-AG sieht in den Ergebnissen des Profilkurses einen Ansporn, nicht mit den Aktivitäten zu kleinen Verbesserungen im Bereich der Schule nachzulassen.