Das Ohmoor als Teilnehmer des Lgna-Radiobaletts im Rahmen von TuSch

17 Juni 2014

Flashmob am Jungfernstieg

Am Jungfernstieg haben sich am 4.6.2014 ca. 1000 Schüler aus 20 Hamburger Schulen zu einer Art Flashmob versammelt. Die Teilnehmer konnten über den lokalen Radiosender FSK zwischen 11 und 12 Uhr vormittags Anweisungen empfangen, die sie dann in die Tat umsetzten. Dies ermöglichte, dass alle Teilnehmer zeitgleich die selben Bewegungen ausführten. Einige Passanten, die zu der Zeit in der Region unterwegs waren, schienen schon ziemlich verwundert, als eine so große Mengen an Schülern plötzlich anfing zu tanzen oder andere unerwartete Bewegungen auszuführen. Die Aktion an sich nennt sich Radioballett und ist eine Erfindung von „Ligna“, welches eine Künstlerkollektiv aus Hamburg ist. Die Idee hinter der ganzen Sache ist, dass die Teilnehmer und damit auch die Hörer des Radiosenders den Anweisungen der Stimme im Radio folgen und somit gleichzeitig die Befehle ausführen. Dies soll für einen außergewöhnlichen Überraschungseffekt bei den Passanten sorgen.

Meiner Meinung nach wurde dieser Effekt aber durch die Dauer des Ganzen am Ende etwas eingeschränkt, da sich das Ganze zu stark in die Länge zog. Anfangs war es zwar noch lustig und die Passanten wirkten noch erstaunt, denn da war noch niemand auf dieses Ereignis eingestellt und die Passanten waren somit überrascht und wirkten durchaus auch belustigt, doch nach ca. einer Stunde wusste eh schon jeder Passant, was am am Jungfernstieg los war und deshalb verfiel so ein wenig das Überraschungsmoment. An sich aber war der Flashmob relativ gelungen, alle Teilnehmer waren gut vorbereitet und der Empfang der Anweisungen über den Radiosender lief fast reibungslos. Was meiner Meinung nach auch sehr gut gelungen ist, ist die Einbeziehung der vorbeigehenden Passanten in den Flashmob, z.B. wurden zwischenzeitlich alle Passanten überfallartig begrüßt. Eine weitere gut gelungene Aktion war die über Funk angesagte Pöbelei, wobei sich plötzlich alle Teilnehmer untereinander beleidigten und anpöbelten. Der einzige wirkliche Kritikpunkt ist die Länge des Flashmobs, aber sonst ist es eine wirklich gut gelungene Aktion im Rahmen von „Tusch“ (Zusammenarbeit zwischen Hamburger Theatern und Schulen) gewesen.