ANONYM Schülerzeitung wird ausgezeichnet

15 Februar 2017

Am 9. Februar 2017 fand der diesjährige, landesweite Schülerzeitungswettbewerb statt. Also fuhren einige wohlausgewählte Vertreter der Anonym-Redaktion in das Verlagshaus von Gruner + Jahr im Hamburger Hafen, um einen von zwölf Preisen entgegen zu nehmen.

Zugegeben, keiner der wohlausgewählten Vertreter machte sich große Hoffnungen auf den ersten oder gar den zweiten Platz, doch trotzdem war ein wenig Vorfreude in den Gesichtern der jungen Medienmacher abzulesen. Die Preisverleihung unterteilte sich in vier Kategorien. Sonderpreise, Grund- und Stadtteilschulen und Gymnasien. Und wer weiß, wie viele Gymnasien einschließlich qualitativen Schülerzeitungen es in Hamburg gibt, kann sich jetzt schon ausrechnen, wie gering die Chancen stehen, dass tatsächlich die Anonym unter den ersten drei Plätzen ist. Aber dieses Jahr hatte es geklappt, denn schließlich waren die jungen Redakteure ja geladene Gäste. (Übrigens: Letztes Jahr wurde die Zeitung auch ausgezeichnet, damals aber nur auf dem dritten Platz). Und so verstrich die Zeit, die die Vertreter in dem etwas warmen Hörsaal verbrachten, während vorne, vor ihnen, das Spektakel seinen Lauf nahm. Zuerst spielte eine aus 5 auch eher jungen Profi-Musikern gebildete Band namens „Keep off the grass“, während anschließend die, im Kontrast zu den Jazz-Liedern, eher eintönig klingenden Reden der Prominenz erklangen. So erzählte der Staatsrat der Schulbehörde, Rainer Schulz, den Anonymis vom Aussterben der Print-Medien (Wo er Recht hat, hat er Recht…) und wie wichtig Schülerzeitungen an Schulen doch seien. Außerdem wurden die Redakteure darüber kundig gemacht, dass es an Frank Thomsens (G+J Leiter Unternehmenskommunikation) damaliger Schule eine Schülerzeitung mit dem Titel „Der Turm“ (Anscheinend aber ohne Wache…) gegeben habe, die er leider aber nie besucht hat. Aber da hörten die Vertreter schon fast gar nicht mehr richtig hin, denn schon wurden die ersten Platzierungen in den Kategorien verlesen. Zuerst dritte, dann zweite Platz und vor dem ersten gab es noch einmal eine kurze Laudatio, also ein Lobspruch und eine Begründung der Jury für die Auswahl als Erstplatzierter. Und so kam es, dass nach einiger Zeit auch die Gymnasien verlesen wurden. Und da die Vertreter wussten, dass sie ja sicher unter den besten Drei waren, freuten sie sich umso mehr, als der dritte und schließlich auch der zweite Platz genannt wurden und sie feierlich nach vorne gebeten wurden. Mit 500 Euro, einem SternNeon-Abo und einer Urkunde durften die erstplatzierten Anonym-Redakteure jetzt der Vorlesung eines Artikels aus der Anonym 18 zuhören, um sich nach der Preisverleihung am gut bestückten Buffet der G+J Kantine bedienen zu können. Und so waren die wohlausgewählten Vertreter auf der Rückfahrt in die Ohmoor-Zentrale wunschlos glücklich, während sie sich alles noch mal durch den Kopf gehen ließen.